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Bei sich selbst ankommen – Was bedeutet es wirklich, im Leben anzukommen?

stefanieobrist
11. Aug.
2 Min. Lesezeit

Wir suchen so oft danach, irgendwo anzukommen. Dabei beginnt echtes Ankommen dort, wo wir bei uns selbst ankommen.


Vor Kurzem habe ich mich mit einer Freundin über das Thema Ankommen ausgetauscht. Dabei kam mir einmal mehr die Frage: Wie oft neigen wir dazu, im Leben irgendwo ankommen zu wollen?


Im Job.

In einer Beziehung.

In einem bestimmten Lebensabschnitt.

In einem Zuhause.

Bei einem Ziel, das wir uns gesetzt haben.


Wir verbinden mit diesem Ankommen oft ein Gefühl von Zufriedenheit, Sicherheit oder Glück.

So, als würde sich etwas in uns entspannen, sobald wir diesen einen Punkt erreicht haben.

Doch wo liegt dieser Punkt eigentlich?


Was bedeutet Ankommen?

Für mich liegt der einzige wirkliche Ort des Ankommens bei uns selbst.


Wenn ich mit mir und meinem Leben zufrieden bin – mit dem, wie ich bin, was ich tue und wie ich mein Leben gestalte – dann bin ich in mir angekommen.


Ich fühle mich verbunden mit mir selbst und mit dem Leben, das gerade da ist.

Von diesem inneren Ankommen aus darf das Aussen seinen Platz bekommen.


Dann kann ich einen bestimmten Job haben oder einen anderen. Ich kann in einer Beziehung sein oder alleine. Ich kann in einem bestimmten Zuhause leben, mich weiterentwickeln, neue Wünsche haben und mir Ziele setzen.


All das darf mein Leben bereichern.


Mein inneres Gefühl von Zufriedenheit entsteht dabei aus mir heraus.


Wenn wir das Ankommen im Aussen suchen

Wenn wir unser Ankommen an äussere Umstände knüpfen, kann daraus schnell eine Suche entstehen.


Wenn ich erst diesen Job habe …

Wenn ich erst diese Beziehung führe …

Wenn ich erst dort wohne …

Wenn ich erst dieses Ziel erreicht habe …

Und sobald wir dort angekommen sind, wartet oft bereits das nächste Ziel.


So kann aus dem Wunsch nach Ankommen eine ständige Bewegung werden.


Immer weiter.

Immer mehr.

Immer auf der Suche nach dem nächsten Punkt, der uns dieses Gefühl von Erfüllung schenken soll.


Dabei ist das Aussen etwas Flüchtiges.

Und vielleicht steckt genau darin eine interessante Verbindung: flüchtig – flüchten.


Wenn wir unser Ankommen immer wieder im Aussen suchen, laufen wir vielleicht ein Stück weit vor uns selbst davon.


Ankommen in mir

Wie fühlt es sich an, wenn ich in mir angekommen bin?


Vielleicht wie ein inneres:

Ich bin hier.

IIch bin mit mir verbunden.

Und ich darf mit dem sein, was gerade ist.


Von hier aus kann Entwicklung entstehen.


Ich darf wachsen.

Ich darf mich verändern.

Ich darf Neues ausprobieren.

Ich darf meine Richtung wechseln.

Ich darf träumen und mir Ziele setzen.

Und gleichzeitig darf ich mich mit dem verbunden fühlen, was bereits da ist.


Das fühlt sich für mich nach einer ganz anderen Form von Ankommen an.

Ein Ankommen, das seinen Ort in mir hat.


Vielleicht beginnt Ankommen genau hier

Vielleicht lohnt es sich, einmal nach innen zu schauen:


Wo in meinem Leben suche ich mein Ankommen gerade im Aussen?

Und:

Wie würde es sich anfühlen, wenn ich genau hier bei mir ankommen würde?


Vielleicht liegt das Ankommen weniger an einem bestimmten Ort, Menschen oder Ziel.

Vielleicht beginnt es mit der Beziehung zu uns selbst.


Mit dem Gefühl:

Ich bin da.

Ich bin angekommen.

Ich bin glücklich und zufrieden.


Und von diesem Ort aus darf das Leben weiterfliessen.

 
 
 

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